Wanderausstellung macht an der Universität Erlangen-Nürnberg StationGentechnik und Umweltschutz
- Mit "Gentechnik und Umweltschutz" befaßt sich eine Wanderausstellung, die vom Deutschen Museum in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen erstellt wurde. Vom 9. bis 19.10.2000 ist sie im Biologikum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Staudtstr. 5, Bushaltestelle Sebaldussiedlung, Bau C, von Montag bis Freitag, 8.00 bis 18.00 Uhr zu sehen. Zur Eröffnung am Montag, 9. Oktober 2000, um 14.00 Uhr sprechen Prof. Dr. Donat Häder, Institut für Botanik, und Dr. Sabine Gerber vom Deutschen Museum, München.
- Von der Gentechnik erhofft man sich nicht nur entscheidende Fortschritte in der Medizin, sondern auch Beiträge für eine nachhaltige Entwicklung in der Landwirtschaft und im Umweltschutz. Gleichzeitig erweckt die neue Technologie Ängste und Befürchtungen und ist Thema kontroverser Diskussionen. Die Ausstellung möchte einen Beitrag zur Versachlichung dieser Diskussion leisten, indem sie die wichtigsten Inhalte einem breiten Publikum zugänglich und verständlich macht. Dazu zeigt sie die biologischen Grundlagen und verschiedene Anwendungsmöglichkeiten der Gentechnik zum Schutz der Umwelt. Ergänzt werden die beiden Hauptthemen durch die Darstellung der Rechtsgrundlagen der Gentechnik und durch Stellungnahmen von Experten, vor allem zu ethischen und gesellschaftspolitischen Fragen. Dies soll eine Anregung für den Besucher sein, sich selbst mit dem Thema Gentechnik auseinanderzusetzen.
- Die Ausstellung gliedert sich in vier Bereiche:
1. Was ist Gentechnik?
In diesem ersten Ausstellungsbereich wird zunächst erklärt warum Gentechnik überhaupt möglich ist, wie Zellen aufgebaut sind, was DNA ist, und wie Gene "funktionieren". Außerdem wird erklärt, wie Erbmaterial aus einem Lebewesen isoliert, gezielt verändert, neu kombiniert und in ein anderes Lebewesen übertragen werden kann.- 2. Anwendungen im Umweltschutz
Anhand von Beispielen aus der Biotechnologie und der Landwirtschaft werden die Chancen, die die Gentechnik im Umweltschutz bietet, aufgezeigt. Das sind vor allem Verbesserungen bestehender Techniken, die dazu beitragen, landwirtschaftliche und biotechnologische Produkte mit geringerem Verbrauch von Flächen, Rohstoffen und Energie zu erzeugen und dabei weniger Abfall zu produzieren. Zu jedem Fallbeispiel werden die damit verbundenen Risiken erörtert.- 3. Gene und Gesetze
Im Ausstellungsbereich Gene und Gesetze werden die rechtlichen Rahmenbedingungen der Gentechnik in Deutschland, z.B. das Gentechnikgesetz und die Bestimmungen zur Kennzeichnung von Lebensmitteln erläutert.- 4. Expertenmeinungen
Abschließend sollen Meinungen von Experten zu Themen wie Lebensmittel der Zukunft oder Gentechnik und Patente, Anregungen geben, sich mit dem Thema Gentechnik selbst auseinanderzusetzten.- Weitere Informationen:
Institut für Botanik und Pharmazeutische Biologie, Dr. Dieter Gerlach
Staudtstr. 5, 91058 Erlangen
Tel.: 09131/85 -28218, Fax: 09131/85 -28215
E-Mail: dgerlach@biologie.uni-erlangen.de
Mediendienst FAU-Aktuell Nr. 2181 vom 05.10.2000
- Sachgebiet Öffentlichkeitsarbeit (Pressestelle) pressestelle@zuv.uni-erlangen.de
- Stand: 04.10.2000